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Heizkörperlack ist ein speziell hitzebeständiger Lack für Heizkörper, Radiatoren und Heizungsrohre. Er hält der Dauerwärme stand, ohne zu vergilben oder zu reißen – anders als normale Wandfarbe oder gewöhnlicher Lack. Der Plid Heizkörperlack ist hitzebeständig bis 120 °C und funktioniert als Grund- und Deckanstrich in einem. Es gibt ihn lösemittelfrei (LF) und klassisch (LH), jeweils auch als Lackierset.

Warum braucht man einen speziellen Heizkörperlack?

Ein Heizkörper wird im Betrieb dauerhaft warm. Normale Lacke sind dafür nicht gemacht: Sie können vergilben, spröde werden oder sich lösen. Ein echter Heizkörperlack ist auf diese Dauerwärme abgestimmt und bleibt farbstabil und elastisch. Auch wichtig: Für Heizkörper im Farbton Reinweiß (RAL 9010) ist laut Technischem Merkblatt ein dedizierter Heizkörperlack die richtige Wahl – gewöhnlicher Buntlack ist hier nicht geeignet.

Vergilbt Heizkörperlack mit der Zeit?

Genau das ist der Grund, warum es ihn gibt: Die hitzebeständige Rezeptur ist darauf ausgelegt, unter Dauerwärme farbstabil und weiß zu bleiben, wo gewöhnliche Weißlacke vergilben. Für ein dauerhaft sauberes Weiß den Heizkörper vor dem Streichen gründlich reinigen und entrosten – Roststellen zeichnen sich sonst durch den Lack hindurch ab.

Lösemittelfrei (LF) oder klassisch (LH)?

Der lösemittelfreie LF-Lack ist wasserverdünnbar und geruchsarm – ideal für Wohnräume, Kinderzimmer und schlecht lüftbare Bereiche. Der lösemittelhaltige LH-Lack ist der klassische, besonders verlaufsstarke Heizkörperlack für ein glattes, glänzend weißes Finish; zum Verdünnen und Reinigen der Werkzeuge gibt es passenden Terpentinersatz. Beide sind Grund- und Deckanstrich in einem und ersparen auf vielen Untergründen die separate Grundierung.

Muss ich den alten Heizkörperlack entfernen?

In der Regel nicht vollständig. Tragfähigen, gut haftenden Altlack nur gründlich anschleifen und reinigen, damit der neue Lack Halt findet. Abblätternde oder lose Stellen dagegen abtragen und Roststellen bis aufs blanke Metall entfernen – Rost arbeitet sonst unter dem neuen Lack weiter. Fett und Heizungsstaub vor dem Streichen restlos entfernen, sonst bilden sich Krater im Lackfilm.

Gut zu wissen — der häufigste Fehler

Viele streichen den Heizkörper und drehen ihn sofort wieder auf – der Lack sollte aber vor der ersten Inbetriebnahme rund drei Tage durchhärten, sonst kann die frische Oberfläche Schaden nehmen. Grifffest ist der Lack nach etwa zwei Stunden, überarbeitbar nach rund acht. Voraussetzung für ein sauberes Ergebnis ist außerdem ein gereinigter, angeschliffener und rostfreier Untergrund.