Boot lackieren: welcher Bootslack passt — und wo er hält
Wetter- und wasserfester Lack für den Bootsbereich.
Plid Bootslack — wofür geeignet
- Außenbereich von Holzbooten (Rumpf, Deck, Aufbauten) oberhalb der Wasserlinie
- Innenbereich von Holzbooten (Kajüten, Innenausbau)
- Holz in feuchter/wechselnder Witterungsumgebung
- Gartenmöbel und Außenholz (laut FAQ)
Wofür Plid Bootslack nicht geeignet ist
- Bereich unterhalb der Wasserlinie / dauerhafter Unterwassereinsatz — nicht für Unterwasserschiff/Antifouling gemacht
Bootslack auftragen — der Anstrichaufbau Schritt für Schritt
Bootslack wird nicht in einer Schicht aufgetragen, sondern in mehreren, die von stark verdünnt zu unverdünnt gehen. Die ersten, dünnen Anstriche ziehen ins Holz und verankern sich dort; die letzten bilden den geschlossenen, glänzenden Film. Wer gleich unverdünnt anfängt, bekommt eine Schicht, die oben aufliegt und später abplatzt.
1. Untergrund vorbereiten
Das Holz muss sauber, trocken, fettfrei und tragfähig sein. Lose und nicht tragfähige Anstrichteile entfernst du. Alte Wachs- und Lackreste müssen vollständig herunter — auf Wachs haftet kein Lack. Altanstriche, die bleiben sollen, schleifst du gut an, damit die neue Schicht greift. Beim Schleifen Staubmaske tragen.
2. Grundanstrich — 1 bis 2 Lagen, ca. 50 % verdünnt
Den Lack vor Gebrauch mit einem Rührholz gut aufrühren und mit rund 50 % Terpentinersatz verdünnen. So dünn zieht er in das Holz ein statt darauf zu stehen.
3. Zwischenanstriche — erst ca. 30 %, dann ca. 15 % verdünnt
Der erste Zwischenanstrich wird mit etwa 30 % Terpentinersatz verdünnt, der zweite nur noch mit etwa 15 %. Mit jeder Lage wird der Lack dichter.
4. Deckanstrich — 1 bis 2 Lagen unverdünnt
Die letzten Lagen kommen unverdünnt und dünnschichtig auf. Dünn und mehrfach ist hier besser als dick und einmal: dicke Schichten trocknen außen zuerst und bleiben innen weich.
Renovierung: auf einem intakten Altanstrich
Steht schon ein tragfähiger Anstrich, entfällt der ganze Verdünnungs-Aufbau. Dann reichen nach dem Vorarbeiten 1 bis 2 Anstriche unverdünnt.
Verarbeitest du mehrere Gebinde, achte auf Chargengleichheit — sonst kann der Farbton minimal springen.
Bootslack Trockenzeit — wann ist er was?
Die Werte gelten bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit:
| Zustand | nach ca. |
|---|---|
| staubtrocken | 5 Stunden |
| grifffest | 12 Stunden |
| überarbeitbar (nächster Anstrich) | 24 Stunden |
Kälter und feuchter heißt länger. Die Zahlen sind keine Mindestwartezeit, die man bei 10 °C im Herbst einfach übernehmen kann — dann dauert jeder Schritt spürbar länger. Im Zweifel lieber einen halben Tag zugeben, als in eine noch weiche Schicht zu lackieren.
Nach jedem Anstrich wird nach 24 Stunden vorsichtig mit 300er Sandpapier angeschliffen (Staubmaske tragen). Dieser Zwischenschliff ist der Grund, warum eine Bootslackierung am Ende glatt wirkt und nicht wellig.
Werkzeug, Verdünnung und Reinigung
- Werkzeug: Pinsel mit Naturborsten oder Rolle. Kunstfaserpinsel sind für lösemittelhaltige Kunstharzlacke die schlechtere Wahl.
- Verdünnen: Terpentinersatz — kein Wasser, der Lack ist auf Kunstharzbasis.
- Werkzeug reinigen: sofort nach Gebrauch mit Terpentinersatz, Universalverdünnung oder Pinselreiniger. Angetrocknet bekommst du Kunstharzlack kaum noch aus den Borsten.
- Ergiebigkeit: ca. 9–12 m² pro Liter und Anstrich, je nach Saugfähigkeit des Untergrunds. Bei 4–5 Anstrichen auf rohem Holz entsprechend mehr einplanen.
- Lagerung: kühl, aber frostfrei.
Der Lack ist mit allen Kunstharz-Buntlacken mischbar und lichtbeständig.
Häufige Fragen
Welcher Lack eignet sich fürs Boot?
Der Plid Bootslack ist ein wetter- und wasserfester Lack für Holzboote — für Rumpf, Deck und Aufbauten oberhalb der Wasserlinie sowie den Innenausbau.
Kann ich Bootslack unter der Wasserlinie verwenden?
Nein. Der Bootslack ist für den Bereich oberhalb der Wasserlinie gemacht, nicht für dauerhaften Unterwassereinsatz.
Wie trage ich Bootslack richtig auf?
Auf rohem Holz in mehreren Lagen von verdünnt zu unverdünnt: 1–2 Grundanstriche mit ca. 50 % Terpentinersatz verdünnt, ein Zwischenanstrich mit ca. 30 %, ein zweiter mit ca. 15 %, danach 1–2 unverdünnte Deckanstriche dünnschichtig. Auf einem tragfähigen Altanstrich genügen 1–2 unverdünnte Anstriche.
Wie lange muss Bootslack zwischen den Anstrichen trocknen?
Rund 24 Stunden. Bei 20 °C und 65 % Luftfeuchtigkeit ist der Lack nach ca. 5 Stunden staubtrocken, nach ca. 12 Stunden grifffest und nach ca. 24 Stunden überarbeitbar. Niedrigere Temperaturen und höhere Luftfeuchtigkeit verlängern die Trocknung.
Muss ich zwischen den Anstrichen schleifen?
Ja. Jeweils nach 24 Stunden wird der Anstrich vorsichtig mit 300er Sandpapier angeschliffen, dabei eine Staubmaske tragen. Der Zwischenschliff sorgt dafür, dass die nächste Lage haftet und die Oberfläche glatt bleibt.
Womit wird Bootslack verdünnt?
Mit Terpentinersatz. Damit werden auch die Werkzeuge gereinigt — sofort nach Gebrauch, alternativ mit Universalverdünnung oder Pinselreiniger.
Wie viel Bootslack brauche ich?
Ein Liter reicht für ca. 9–12 m² bei einem Anstrich, je nach Saugfähigkeit des Untergrunds. Auf rohem Holz kommen 4–5 Anstriche zusammen — die Gesamtmenge entsprechend höher ansetzen. Fläche und Anstrichzahl im Berater eingeben, er rechnet es aus.
Welches Werkzeug nehme ich für Bootslack?
Pinsel mit Naturborsten oder eine Rolle.
Eignet sich Bootslack auch für Gartenmöbel?
Ja. Weil er auf dauerhaft bewittertes, feuchtes Holz ausgelegt ist, eignet er sich auch für Gartenmöbel und anderes Außenholz.
Fachbegriffe aus diesem Ratgeber nachschlagen: Lacke & Holz im Plid Maler-Lexikon

