Eigenschaften & Kennwerte – Maler-Lexikon

Deckvermögen, Glanzgrad, Ergiebigkeit, Trockenzeiten und weitere Kennwerte. Teil des Plid Maler-Lexikons – alle Produkte Made in Germany. Zum Sortiment.

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Begriffe auf dieser Seite: Abriebfestigkeit · Alkalibeständigkeit · Atmungsaktivität · Blockfestigkeit · Chemikalienbeständigkeit · Deckvermögen · Diffusionsoffenheit · Durchtrocknung · Elastizität · Ergiebigkeit · Feuchtraumeignung · Filmschutz · Frostbeständigkeit · Geruchsarm · Glanzgrad · Haftung · Lichtechtheit · Nassabriebbeständigkeit · Offene Zeit · Schichtdicke · Schlagregendicht · Standvermögen · Topfzeit · Trocknungszeit · UV-Beständigkeit · Verarbeitungstemperatur · Vergilbung · Verlauf · Viskosität · Wasseraufnahmekoeffizient · Wetterbeständigkeit · Überstreichbarkeit

Eigenschaften

Abriebfestigkeit

Widerstandsfähigkeit einer Beschichtung gegen mechanische Beanspruchung durch Reibung und Verschleiß. Besonders wichtig bei Plid Betonfarbe für Böden, Garagenbodenbeschichtung und stark beanspruchte Oberflächen.

Wie abriebfest ist Betonfarbe?
Betonfarbe ist auf abriebfeste Beanspruchung ausgelegt und daher für begehbare Flächen wie Keller-, Garagen- und Balkonböden geeignet.
Welche Farbe für stark beanspruchte Böden?
Für stark beanspruchte Böden eignen sich Betonfarbe und die Garagenbodenbeschichtung; bei sehr hoher Belastung mit passender Grundierung im Aufbau.

Alkalibeständigkeit

Widerstandsfähigkeit eines Anstrichs gegen die stark basische Umgebung frischer mineralischer Untergründe wie Beton, Zementputz oder Kalk. Nicht alkalibeständige Beschichtungen können auf solchen Flächen verseifen und Schaden nehmen.

Warum ist Alkalibeständigkeit bei Beton wichtig?
Frischer Beton und Zementputz sind stark basisch. Nur alkalibeständige Produkte halten dem stand, andere können angegriffen werden.
Muss ich frischen Putz vor dem Streichen ausreifen lassen?
Ja – frische mineralische Untergründe brauchen eine Standzeit, um abzubinden und weniger alkalisch zu werden. Alternativ ein alkalibeständiges System verwenden.

Atmungsaktivität

Fähigkeit einer Beschichtung, Wasserdampf durchzulassen, während sie gegen flüssiges Wasser schützt. Essentiell für Plid Fassadenfarben und Silikon-Fassadenfarben zur Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden.

Warum ist Atmungsaktivität wichtig?
Ein atmungsaktiver (diffusionsoffener) Anstrich lässt Feuchtigkeit aus der Wand entweichen. Das beugt Feuchtestau und dadurch begünstigtem Schimmel vor.
Welche Fassadenfarbe ist am atmungsaktivsten?
Silikon-Fassadenfarben sind besonders diffusionsoffen und zugleich wasserabweisend – eine gute Kombination für Außenwände.

Blockfestigkeit

Eigenschaft eines Lacks, nach dem Trocknen nicht mehr zu kleben, wenn zwei lackierte Flächen aufeinanderliegen. Sie ist besonders bei Türen, Fenstern und Möbeln wichtig, die nach dem Lackieren geschlossen werden.

Warum kleben frisch lackierte Türen aneinander?
Der Lack ist oberflächlich trocken, aber noch nicht voll durchgehärtet und blockfest. Erst nach ausreichender Durchtrocknung dauerhaft schließen.
Wie vermeide ich Verkleben?
Die volle Durchtrocknungszeit abwarten, bevor lackierte Teile dauerhaft aufeinanderliegen, und einen blockfesten Lack wählen.

Chemikalienbeständigkeit

Widerstandsfähigkeit einer Beschichtung gegen Öle, Reiniger, Säuren oder Laugen. Sie ist vor allem bei Bodenbeschichtungen in Werkstatt, Garage und Keller wichtig, wo solche Stoffe auftreten.

Wo brauche ich eine chemikalienbeständige Beschichtung?
In Garagen, Werkstätten und Kellern, wo Öl, Kraftstoff oder Reiniger auf den Boden gelangen können. Epoxidbasierte Bodenbeschichtungen sind hier stark.
Was tun, wenn Chemikalien verschüttet werden?
Zeitnah aufnehmen und die Fläche reinigen. Auch beständige Beschichtungen halten länger, wenn Stoffe nicht dauerhaft einwirken.

Deckvermögen

Fähigkeit einer Farbe, den Untergrund mit möglichst wenig Aufwand vollständig abzudecken. Ein hohes Deckvermögen bedeutet, dass ein Anstrich weniger Durchgänge braucht – das spart Material und Zeit.

Was ist der Unterschied zwischen Deckvermögen und Ergiebigkeit?
Deckvermögen beschreibt, wie gut die Farbe den Untergrund verdeckt, Ergiebigkeit, wie viel Fläche eine Menge Farbe schafft. Beides zusammen bestimmt den Verbrauch.
Warum brauche ich manchmal zwei Anstriche?
Bei kräftigen Farbtönen, starkem Kontrast zum Untergrund oder saugendem Grund reicht ein Durchgang oft nicht. Ein zweiter Anstrich sorgt für ein gleichmäßiges Ergebnis.

Diffusionsoffenheit

Fähigkeit eines Anstrichs, Wasserdampf durchzulassen, sodass Feuchtigkeit aus dem Untergrund entweichen kann. Diffusionsoffene, „atmungsaktive“ Beschichtungen sind vor allem an Fassaden und in feuchtebelasteten Innenräumen wichtig, damit die Wand nicht einschließt.

Warum soll eine Fassadenfarbe diffusionsoffen sein?
Damit Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk nach außen entweichen kann. Ein zu dichter Anstrich kann Feuchte einschließen und langfristig Schäden begünstigen.
Was bedeutet der sd-Wert?
Er beschreibt den Widerstand gegen Wasserdampf: je kleiner der sd-Wert, desto diffusionsoffener der Anstrich.

Durchtrocknung

Zustand, in dem ein Anstrich nicht nur oberflächlich, sondern vollständig bis in die Tiefe ausgehärtet und belastbar ist. Sie dauert deutlich länger als das oberflächliche Klebfrei-Werden und entscheidet, wann eine Fläche voll beansprucht werden darf.

Was ist der Unterschied zwischen staubtrocken und durchgetrocknet?
Staub- oder grifftrocken heißt nur oberflächlich fest. Durchgetrocknet bedeutet vollständig ausgehärtet – erst dann ist die Fläche voll belastbar.
Wann darf ich eine lackierte Fläche wieder belasten?
Erst nach der auf dem Produkt angegebenen Durchtrocknungszeit. Kälte und hohe Luftfeuchte verlängern sie.

Elastizität

Fähigkeit eines Anstrichs, kleine Bewegungen des Untergrunds mitzumachen, ohne zu reißen. Elastische, rissüberbrückende Beschichtungen sind vor allem außen und auf feinen Haarrissen ein Vorteil.

Was heißt rissüberbrückend?
Der Anstrich ist so elastisch, dass er feine Risse im Untergrund überspannt und mitbewegt, statt selbst aufzureißen. Das ist an Fassaden nützlich.
Warum reißt ein Anstrich?
Meist durch Bewegungen im Untergrund, zu dicke oder zu spröde Schichten. Eine elastische Beschichtung und der richtige Aufbau beugen vor.

Ergiebigkeit

Angabe, wie viel Fläche mit einer bestimmten Menge Farbe pro Anstrich beschichtet werden kann. Sie gilt immer pro Anstrich und variiert je nach Untergrund – saugende und raue Flächen verbrauchen mehr als glatte.

Wie berechne ich meinen Farbbedarf?
Fläche ermitteln, durch die angegebene Ergiebigkeit pro Anstrich teilen und mit der Zahl der Anstriche multiplizieren. Für saugende oder raue Untergründe etwas Reserve einplanen.
Warum weicht mein Verbrauch von der Angabe ab?
Die Angabe gilt pro Anstrich für glatten Untergrund. Raue, saugende oder unebene Flächen brauchen mehr Material.

Feuchtraumeignung

Eignung einer Farbe für Räume mit hoher Luftfeuchte wie Bad und Küche. Solche Farben sind feuchtebeständig und gut abwaschbar, damit sie in Dampf- und Spritzwasserbereichen bestehen.

Welche Farbe eignet sich fürs Bad?
Eine feuchtebeständige, abwaschbare Farbe für Feuchträume, etwa eine spezielle Bad- und Küchenfarbe oder eine scheuerbeständige Latexfarbe.
Reicht normale Wandfarbe im Bad?
In dauerhaft feuchten, dampfbelasteten Bereichen eher nicht – dort ist ein feuchteraumgeeignetes Produkt langlebiger.

Filmschutz

Schutz der getrockneten Farbschicht vor mikrobiologischem Befall durch Schimmel, Algen und Bakterien. Plid Anti-Schimmel Renovierfarbe bietet zuverlässigen Langzeit-Filmschutz für gesunde Wohnräume.

Wie funktioniert Filmschutz?
Filmschutz schützt die Anstrichoberfläche (den „Film“) selbst vor Bewuchs. Er wirkt auf der Beschichtung, nicht in der Raumluft.
Ist das gesundheitlich unbedenklich?
Bei bestimmungsgemäßer Anwendung ja; die produktspezifischen Sicherheitshinweise auf dem Gebinde sind maßgeblich.

Frostbeständigkeit

Fähigkeit einer ausgehärteten Außenbeschichtung, Frost und Frost-Tau-Wechsel unbeschadet zu überstehen. Zu unterscheiden von der Lagerung: flüssige, wasserbasierte Produkte müssen dagegen frostfrei gelagert werden.

Kann flüssige Farbe einfrieren?
Wasserbasierte Farbe kann durch Frost unbrauchbar werden. Sie muss frostfrei gelagert und transportiert werden.
Ist der getrocknete Anstrich frostfest?
Ein ausgehärteter Außenanstrich ist auf Frost ausgelegt. Wichtig ist, dass er bei geeigneter Temperatur aufgetragen wurde und durchgetrocknet ist.

Geruchsarm

Eigenschaft vor allem wasserbasierter, emissionsarmer Produkte, beim Verarbeiten und Trocknen wenig Geruch abzugeben. Geruchsarme Farben sind im Wohnbereich angenehmer und lassen ein früheres Nutzen der Räume zu.

Welche Farben sind geruchsarm?
Wasserbasierte, lösemittelarme Produkte mit niedrigem VOC-Wert. Sie riechen beim Streichen und Trocknen deutlich schwächer als lösemittelhaltige.
Kann ich nach dem Streichen sofort im Raum schlafen?
Auch geruchsarme Farbe sollte erst gut ablüften. Räume nach dem Streichen lüften und je nach Produktangabe etwas Zeit lassen.

Glanzgrad

Maß dafür, wie stark eine getrocknete Oberfläche das Licht reflektiert – von matt über seidenmatt und seidenglänzend bis glänzend. Der Glanzgrad beeinflusst Optik und Praxis: matte Flächen wirken ruhig und kaschieren Unebenheiten, glänzende sind meist robuster und leichter zu reinigen.

Welcher Glanzgrad für welchen Raum?
Matt wirkt an Wohnwänden ruhig und kaschiert Unebenheiten. Seidenglanz und Glanz sind strapazierfähiger und abwaschbarer – gut für Lackflächen, Türen und beanspruchte Bereiche.
Warum wirken glänzende Flächen unruhiger?
Sie reflektieren das Licht stärker und zeigen dadurch Unebenheiten deutlicher. Matte Oberflächen streuen das Licht und verzeihen mehr.

Haftung

Maß dafür, wie fest ein Anstrich mit dem Untergrund verbunden ist. Gute Haftung entsteht durch sauberen, tragfähigen, richtig vorbereiteten Untergrund und das passende Produkt – schlechte Haftung führt zu Abplatzen.

Warum haftet mein Anstrich nicht?
Meist wegen Fett, Staub, losem Altanstrich, zu glatter Fläche oder Feuchte. Gründliche Vorbereitung und der passende Grund sind die Basis für Haftung.
Wie verbessere ich die Haftung?
Untergrund reinigen und entfetten, glatte Flächen anschleifen und bei Bedarf einen passenden Haftgrund einsetzen.

Lichtechtheit

Widerstandsfähigkeit eines Farbtons gegen Ausbleichen durch Licht und UV-Strahlung. Lichtechte Pigmente behalten ihren Ton über Jahre – gerade außen und an sonnigen Stellen ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Warum bleicht Farbe aus?
UV-Licht baut weniger stabile Pigmente ab, der Ton verblasst. Lichtechte Pigmente und wetterbeständige Bindemittel halten die Farbe länger.
Welche Farben bleichen am schnellsten?
Kräftige, intensive Bunttöne sind tendenziell empfindlicher als erdige oder weiße Töne. Für Außenflächen auf lichtechte, wetterfeste Produkte achten.

Nassabriebbeständigkeit

Kennwert dafür, wie gut ein trockener Anstrich feuchtes Wischen und Scheuern übersteht, ohne abgerieben zu werden. Er wird nach der europäischen Norm für Innenwandfarben in Klassen eingeteilt – je niedriger die Klasse, desto abriebfester und abwaschbarer die Farbe.

Was bedeuten die Nassabriebklassen?
Die Norm EN 13300 teilt Innenwandfarben in Klassen ein. Klasse 1 ist am scheuerbeständigsten, höhere Klassen sind empfindlicher – für Küche und Flur lohnt eine niedrige Klasse.
Welche Farbe ist gut abwaschbar?
Farben mit hoher Nassabriebbeständigkeit, etwa Latexfarbe oder speziell abwaschbar ausgelobte Wandfarben, vertragen feuchtes Reinigen am besten.

Offene Zeit

Zeitfenster, in dem ein frisch aufgetragener Anstrich noch nass verarbeitet und mit dem Nachbarbereich verstrichen werden kann. Innerhalb der offenen Zeit entstehen keine sichtbaren Ansätze – danach schon.

Wie vermeide ich Ansätze beim Streichen?
Immer nass in nass arbeiten und Bahn an Bahn innerhalb der offenen Zeit verstreichen, ohne dass die Kante antrocknet. So bleibt die Fläche gleichmäßig.
Was verkürzt die offene Zeit?
Wärme, Sonne, Zugluft und saugender Untergrund lassen die Farbe schneller antrocknen. Bei solchen Bedingungen zügiger arbeiten.

Schichtdicke

Dicke des aufgetragenen Farb- oder Lackfilms, unterschieden in nassen und trockenen Zustand. Zu dünn deckt schlecht, zu dick trocknet schlecht durch und neigt zu Läufern – der richtige, gleichmäßige Auftrag ist entscheidend.

Ist dick auftragen besser?
Nein – zu dicke Schichten trocknen schlecht durch, runzeln und laufen. Lieber zwei dünne Schichten als eine dicke.
Wie erreiche ich eine gleichmäßige Schichtdicke?
Gleichmäßig verteilen, abstreifen und egalisieren, statt an einer Stelle viel Material aufzutragen.

Schlagregendicht

Eigenschaft einer Fassadenbeschichtung, auch bei windgetriebenem Starkregen kaum Wasser eindringen zu lassen. Sie schützt das Mauerwerk vor Durchfeuchtung, ohne die Diffusionsoffenheit unnötig zu behindern.

Was bedeutet schlagregendicht?
Dass die beschichtete Fassade auch bei starkem, schräg auftreffendem Regen weitgehend trocken bleibt. Das schützt das Mauerwerk vor Feuchteschäden.
Widerspricht das der Atmungsaktivität?
Nicht bei guten Fassadensystemen – sie halten Regen ab und lassen zugleich Wasserdampf von innen entweichen.

Standvermögen

Fähigkeit einer Farbe, nach dem Auftragen an senkrechten Flächen stehen zu bleiben, statt herabzulaufen. Ein gutes Standvermögen erlaubt einen satten Auftrag ohne Läufer und Nasen.

Warum läuft meine Farbe an der Wand herunter?
Sie wurde zu dick oder zu stark verdünnt aufgetragen oder hat wenig Standvermögen. Gleichmäßige, nicht zu dicke Aufträge und unverdünntes Arbeiten helfen.
Was hat Standvermögen mit Verdünnen zu tun?
Zu starkes Verdünnen senkt das Standvermögen, die Farbe läuft eher. Deshalb nur im vom Hersteller erlaubten Rahmen verdünnen.

Topfzeit

Zeitspanne, in der ein angemischtes Zweikomponenten-Produkt nach dem Zusammengeben noch verarbeitbar bleibt. Nach Ablauf der Topfzeit beginnt die Masse im Gebinde auszuhärten und ist nicht mehr brauchbar.

Was passiert, wenn ich die Topfzeit überschreite?
Das Material härtet im Gebinde aus, wird zäh und lässt sich nicht mehr sauber verarbeiten. Reste dann fachgerecht entsorgen.
Wie viel 2K-Material soll ich anmischen?
Nur so viel, wie du innerhalb der Topfzeit verbrauchst. Lieber in Portionen anmischen als eine große Menge, die hart wird.

Trocknungszeit

Zeitspanne, die ein Anstrich zum Antrocknen, Überstreichen und vollständigen Durchhärten braucht. Sie hängt stark von Temperatur, Luftfeuchte und Schichtdicke ab und steht auf jedem Produkt.

Was verlängert die Trocknungszeit?
Kälte, hohe Luftfeuchte, dicke Aufträge und schlechte Belüftung. Warme, trockene, gut belüftete Bedingungen beschleunigen das Trocknen.
Wann darf ich den zweiten Anstrich aufbringen?
Erst nach der auf dem Produkt angegebenen Überstreichzeit. Zu frühes Überstreichen kann die erste Schicht anlösen.

UV-Beständigkeit

Widerstandsfähigkeit eines Anstrichs gegen die ausbleichende und zersetzende Wirkung von Sonnenlicht. UV-beständige Außenprodukte behalten Farbton und Schutzwirkung länger.

Was macht UV-Strahlung mit Farbe?
Sie lässt weniger stabile Pigmente ausbleichen und kann Bindemittel angreifen. UV-beständige Produkte mit lichtechten Pigmenten halten dem länger stand.
Welche Flächen brauchen UV-Beständigkeit?
Alle bewitterten Außenflächen, besonders sonnenexponierte Süd- und Westseiten sowie kräftige Farbtöne.

Verarbeitungstemperatur

Temperaturbereich, in dem eine Farbe oder ein Lack aufgetragen werden darf, damit er richtig verläuft, trocknet und haftet. Zu kalt oder zu heiß gestört das Ergebnis – die meisten Produkte brauchen mäßig warme, nicht zu feuchte Bedingungen.

Warum darf ich nicht bei Kälte streichen?
Unterhalb der Mindesttemperatur trocknet und filmt der Anstrich nicht richtig, die Haftung leidet. Die Angabe auf dem Produkt einhalten.
Kann ich bei praller Sonne fassaden streichen?
Besser nicht – zu heiße Flächen lassen die Farbe zu schnell antrocknen, es entstehen Ansätze und Blasen. Im Schatten bzw. bei mäßiger Temperatur arbeiten.

Vergilbung

Gelbstich, den vor allem klassische ölbasierte Weißlacke mit der Zeit annehmen können, besonders im Dunkeln und an lichtarmen Stellen. Moderne acrylbasierte Lacke vergilben deutlich weniger und halten Weißtöne länger klar.

Warum vergilbt weißer Lack?
Klassische Alkyd-/Öllacke neigen chemisch zum Nachdunkeln, verstärkt an dunklen, lichtarmen Stellen. Acrylbasierte Weißlacke sind hier deutlich stabiler.
Wie vermeide ich Vergilbung bei Weiß?
Einen vergilbungsarmen, acrylbasierten Weißlack wählen – gerade für Bereiche mit wenig Tageslicht.

Verlauf

Fähigkeit eines Lacks, nach dem Auftragen leicht zu verlaufen und dabei Pinsel- und Rollspuren zu schließen. Ein guter Verlauf ergibt eine glatte, streifenfreie Oberfläche ohne sichtbare Ansätze.

Warum sieht man Pinselstriche im Lack?
Bei schlechtem Verlauf oder zu schnellem Antrocknen bleiben Spuren stehen. Ein verlaufsstarker Lack und zügiges, gleichmäßiges Arbeiten helfen.
Wie bekomme ich eine glatte Lackfläche?
Gleichmäßig auftragen, nicht zu dick, zügig verstreichen und einen Lack mit gutem Verlauf wählen. Ein Zwischenschliff verbessert das Ergebnis zusätzlich.

Viskosität

Maß für die Zähflüssigkeit einer Farbe oder eines Lacks. Sie entscheidet mit darüber, ob ein Produkt sich gut rollen, streichen oder spritzen lässt – zu dick neigt zu Ansätzen, zu dünn zu Läufern.

Darf ich Farbe zum Verarbeiten verdünnen?
Nur wenn und soweit der Hersteller es angibt, und nur mit dem passenden Verdünner. Zu starkes Verdünnen senkt Deckkraft und Standvermögen.
Warum tropft oder läuft mein Lack?
Oft ist er zu dünn eingestellt, zu dick aufgetragen oder es wurde zu viel auf einmal aufgebracht. Dünnere, gleichmäßige Aufträge vermeiden Läufer.

Wasseraufnahmekoeffizient

Kennwert (w-Wert) dafür, wie viel Wasser eine Fassadenbeschichtung aufnimmt. Ein niedriger w-Wert bedeutet, dass Regen kaum eindringt – wichtig ist die Kombination aus wenig Wasseraufnahme und guter Diffusionsoffenheit.

Warum ist der w-Wert bei Fassaden wichtig?
Er zeigt, wie gut die Fassade Schlagregen abhält. Zusammen mit einem passenden Diffusionswert bleibt die Wand außen geschützt und kann innen ausdünsten.
Niedriger w-Wert – reicht das allein?
Nein, entscheidend ist das Zusammenspiel: wenig Wasseraufnahme und gleichzeitig hohe Diffusionsoffenheit, damit die Wand nicht einschließt.

Wetterbeständigkeit

Fähigkeit einer Außenbeschichtung, Sonne, Regen, Frost und Temperaturwechsel dauerhaft standzuhalten. Sie ergibt sich aus wetterfestem Bindemittel, lichtechten Pigmenten und der richtigen Verarbeitung.

Was macht eine Farbe wetterbeständig?
Ein UV- und wasserfestes Bindemittel, lichtechte Pigmente und die passende Schichtdicke. Nur außen ausgelobte Produkte erfüllen das dauerhaft.
Wie halte ich einen Außenanstrich lange schön?
Passendes Außenprodukt wählen, sauber auf tragfähigem Grund verarbeiten und beschädigte Stellen frühzeitig ausbessern.

Überstreichbarkeit

Angabe, nach welcher Wartezeit ein Anstrich mit der nächsten Schicht überstrichen werden darf. Wird die Zeit unterschritten, kann die frische Schicht die darunterliegende anlösen und Störungen verursachen.

Woher weiß ich, wann ich überstreichen darf?
Aus der Überstreichzeit auf dem Gebinde. Sie gilt für normale Bedingungen und verlängert sich bei Kälte und Feuchte.
Was passiert bei zu frühem Überstreichen?
Die frische Schicht kann die noch nicht durchgetrocknete anlösen – es entstehen Runzeln, Ablösungen oder Farbunterschiede.